Bandscheibenvorfall – Der Weg zur Genesung

Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfall
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Ich weiß nicht, ob ich letztlich Glück hatte, es an meiner körperlichen Konstitution lag oder der ärztlichen Kunst zu verdanken war. Ich denke, es war von allen Dingen etwas, dass mir das Glück bescherte, mich wieder schmerzlos bewegen zu können.
Ich bin Mitte 50, 185 cm groß und wiege um die 90 Kilogramm. Ich habe in meinem Leben zwar nicht immer auf eine besonders ausgewogene Ernährung geachtet, aber regelmäßig Sport betrieben. Doch auch das half letztlich nichts. Etwa vor zwei Jahren ging bei mir nichts mehr. Höllische Schmerzen im Rückenbereich, ein nerviges Kribbeln im rechten Arm, das letztlich zur Taubheit heranreifte. Ich hatte wirklich absolut kein Gefühl mehr in diesem Arm. Dagegen musste ich nun dringend etwas unternehmen und suchte zunächst einen Chirurgen auf. Die Röntgenbilder lieferten den Beweis. Ein Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich. Bei einem MRT wurde zusätzlich noch zumindest eine dauerhafte Unterversorgung des Nervs diagnostiziert, der auch für meinen Arm zuständig ist. Eine Schädigung konnte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Die ersten Gegenmaßnahmen

Als erstes musste ich zur physiotherapeutischen Behandlung, sprich zur Krankengymnastik. Hier begann im Grunde die positive Entwicklung. Nach kurzer Beratung wurden diverse Bewegungsabläufe seitens des Therapeuten mit mir gemeinsam eingeübt, die zunächst lediglich meinen Arm betrafen. Diese Übungen konnte ich dann auch problemlos alleine zu Hause weiterführen. Von Mal zu Mal wurden dann gezielte Maßnahmen ergriffen, um meine Mobilität insgesamt zu erhöhen. Der Physiotherapeut verstand sein Handwerk. Ich war begeistert, dass ich nach insgesamt 12 Sitzungen mich wieder einigermaßen schmerzfrei bewegen konnte. Doch ein gewisses Taubheitsgefühl in meinem Arm war weiterhin zu spüren, vor allen Dingen des Nachts, wenn zudem der Schmerz einschoss und mich aus dem Schlaf riss.
Mit diesen Nachrichten begab ich mich wieder zum Arzt. Dieser war zwar ebenfalls angetan, meinte aber, dass dieses alleine keine dauerhafte und endgültige Lösung meines Problems bedeuten würde. Er regte eine Reha-Kur an, die ich dann auch bei meiner Kranken-/Gesundheitsversicherung beantragte. Aufgrund der Umstände erhielt ich auch die Bewilligung und fand mich kurzer Zeit später in Bad Driburg zu einem dreiwöchigen Kuraufenthalt ein.

Die Reha-Kur

In Bad Driburg wurde ich zunächst aufgeklärt, dass eines der Ziele der Therapie sein würde, mein Gewicht deutlich zu senken. Dazu würde die Ernährung umgestellt und für mich ein gezieltes Sportangebot zusammengestellt.
Allein schon die Zusammenstellung der sportlichen Übungen sowie die neusten Sportgeräte begeisterten mich enorm. Dazu stand ein äußerst kompetentes Team aus Physiotherapeuten und Ärzten zur Verfügung, so dass ich mir zwischenzeitlich wie ein Profifußballer vorkam, dessen Marktwert kaum zu beschreiben ist. Tag für Tag ging es dann auch aufwärts. Mit viel Geduld und einem individuellen Trainingsprogramm brachten mich meine persönlichen Sportlehrer so langsam wieder auf Vordermann. Das Ergebnis war zum Ende der Kur schlichtweg beeindruckend. Ich konnte mich nahezu wieder problemlos und schmerzfrei bewegen und in meinen Arm war das altbekannte Gefühl zurückgekehrt.

Dauerhafte Kurse

Seit meiner Rückkehr nehme ich nun regelmäßig an Reha-Sportkursen teil, die von meinem Physiotherapeuten angeboten werden. Ich muss anerkennend zugeben, dass es für mich persönlich keinen besseren Weg als diesen gibt. Seitdem habe ich dank der perfekten Mitwirkung aller Beteiligten und ein wenig Eigeninitiative Ruhe und bin schmerzfrei. Ich bin echt begeistert von den Leuten, die mir dies letztlich ermöglicht haben.

Ein Gedanke zu „Bandscheibenvorfall – Der Weg zur Genesung“

  1. mit dieser Diagnose wird man von Ärzten und Kliniken gerne in eine Schublade gesteckt. Wobei bei so vielen verschiedenen Arten von Bandscheibenvorfällen auch viele verschiedene Heilungswege erforderlich sind.
    LG Sylvia

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