Biathlon Weltmeisterschaft 2012 in Ruhpolding

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In der Zeit vom 29.02.2012 bis zum 11.03.2012 fanden in dem malerischen bayrischen Wintersportort Ruhpolding die Weltmeisterschaften im Biathlon statt. Bereits Mitte 2011 hatte ich mich um Tickets für das Spektakel beworben, ja beworben, denn auf dem „normalen Wege“ ging nichts mehr. Offenbar war die Glücksgöttin auf meiner Seite, denn ich erhielt zwei Karten für das Sprintrennen der Damen. Gemeinsam mit meiner Frau machten wir uns als bekennende Fans des Biathlons auf die Reise nach Ruhpolding.

Im Stadion ist die Hölle los

Wir trafen bereits am 02.03.2012 in der WM-Stadt ein. Es ist kaum vorstellbar, was sich hier abspielte. Zigtausende Menschen repräsentierten die zahlreichen Nationen, die an diesem Ereignis teilnahmen und lieferten ein farbenfrohes Bild. Die Freunde des Sports sorgten für ein Mordsspektakel in dem ansonsten doch eher beschaulichen Ruhpolding, wohl bemerkt, abseits von Stadion und Loipe. Das bunte und quirlige Treiben war für uns schon mal der erste Vorgeschmack auf das, was uns im Stadion erwarten würde. Wir genossen diesen Trouble und freuten uns dabei zu sein. Schnell war der eine oder andere Kontakt mit den ausländischen Fans hergestellt. Hier gab es kein Gegeneinander sondern nur das Motto: „Wir sind alle eine Familie“.
Tags drauf strömten wir gemeinsam mit 16’000 anderen Anhängern in die Chiemgau Arena, die aus allen Nähten platzte, und fieberten einem hoch spannenden Damensprintrennen entgegen.
An der Loipe befanden sich dann wohl nochmals 12’000 Fans und feuerten die Sportlerinnen an.
Im Stadion war die Hölle los. Es schien so, als ob jeder Zuschauer mit seiner jeweiligen Landesfahne ausgestattet und dazu noch eigenwillig kostümiert war. Zauberhafte Hüte und sagenhafte Masken zierten die Köpfe der Fans. Natürlich hatten wir uns darauf eingestellt und erschienen ebenso närrisch im Stadion. Eine unbeschreibliche Kulisse und ein ebenso nicht zu beschreibender Lärm brausten auf, als die besten Damen der Welt um den Titel starteten.

Unser Favorit war die „Lena“

Na klar, für uns war Magdalena Neuner die Favoritin. Doch die Fans aus Weißrussland (Geheimtipp Darya Domracheva), Russland (Vita Semerenko) und Norwegen (Tora Berger) hatten natürlich ebenso ihre Eisen im Feuer.
Als erste der Top Athletinnen machte sich mit der Startnummer 12 Tora Berger auf die Reise. Gewohnt stark in der Loipe und auch fehlerfrei nach dem ersten Schießen setzte sie sich zunächst einmal an die Spitze. Doch auch Domracheva hielt dagegen, blieb fehlerfrei und lief brillant in der Loipe. Mit der Startnummer 29 setzte sich dann „unsere“ Magdalana in Bewegung. Als sie zu uns an den Schießstand kam, brach erneut ein unbeschreiblicher Lärm los. Doch Magdalena behielt die Nerven und lieferte auch in der Spur ein fabelhaftes Rennen ab.

Nach dem ersten Schießen entwickelte sich nun ein höllisch spannender Dreikampf zwischen Neuner, Domracheva und Semerenko. Die anderen Top Athletinnen hatten entweder schlechter geschossen oder konnten dem Trio in der Loipe nicht mehr folgen.
Das zweite Schießen musste nun die Entscheidung bringen. Alle drei Top Damen blieben auch hier fehlerfrei. Jetzt zurück auf die letzte Runde. Über den „Zuschauerfunk“ bekamen wir mit, dass Neuner weiterhin ein famoses Rennen absolvierte. Und dann lief sie ins Stadion ein. Weit und breit keine Verfolger. Zum 11. Mal holte sie einen Weltmeistertitel. Und die Zuschauer aller Nationen feierten frenetisch mit unglaublicher Lautstärke die Heldin. Es war ein Wahnsinnsrennen für „Lena“ und auch für die Fans des Biathlons.

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