Die Finanzen sind geregelt – Dank der Verbraucherzentrale

Mieterhöhung: © zitze - Fotolia.com
Finanzen: © zitze – Fotolia.com
Wie das Leben nun einmal so spielen kann. Das zweite Kind ist unterwegs, der Hausbau befindet sich in der letzten Phase – und dann sagt mein Chef: „Das war es. Wie schließen unseren Betrieb und sind insolvent“. So geschehen vor etwa zwei Jahren und ich war betroffen. Man kann sich ja leibhaftig vorstellen, wie es in mir aussah. Meiner Frau ging es natürlich nicht anders, zumal sie sich dazu noch in anderen Umständen befand. Nun standen wir vor dem Problem, diese Situation erst einmal zu meistern, denn unsere finanzielle Lage sah nun eher nicht mehr so rosig aus. Dazu konnten wir nicht mal eben Freunde oder Verwandte bitten, uns aus der Patsche zu helfen. Denn hier ging es schließlich um unsere Existenz. In dieser Not wandten wir uns an die örtlich zuständige Verbraucherzentrale in der Hoffnung, dass uns dort ein Weg aus der Miesere aufgezeigt werden kann.

Kompetente Beratung

Ein wenig mulmig war uns bei unserem ersten Besuch schon. Schließlich würden wir hier in Kürze unser aktuelles Leben auf den Tisch legen müssen. Irgendwie peinlich. Aber es nutzte ja alles nichts. Bereits bei der Begrüßung wurde klar, dass man uns hier helfen wolle. Der Mitarbeiter der Verbraucherzentrale hatte dieses Szenario zudem nicht das erste Mal vor sich. Nachdem wir also unsere Problematik dargelegt hatten, wurde die gesamte Kompetenz des Angestellten schnell klar. Er telefonierte einige Male und meinte, dass ich in meinen Beruf, ich bin gelernter Schweißer, sicher schnell wieder eine Anstellung erhalten würde. Er habe dazu bereits in diesem Augenblick die ersten Kontakte geknüpft. Mir erschien dieses zunächst etwas ungewöhnlich, doch sei`s drum. Im weiteren Verlauf forderte er uns auf, einen ernsthaften Kassensturz zu machen. Dabei sollte offen gelegt werden, in welcher Form wir trotz Hausbau wohl ohne eine zwischenzeitliche Anstellung über die Runden kommen könnten. Er rechnete hier, strich da etwas zusammen und legte Prioritäten fest. Unter dem Strich entlastete diese Maßnahme uns von etwas über 200.-€ im Monat. Auf meine Frage meinte der freundliche Mitarbeiter, dass er dieses Einsparpotential aus unnötigen Ausgaben errechnet hätte. Explizit meinte er, ob wir denn wirklich immer noch bereit seien, 60.-€ monatlich für unsere Handykosten aufzubringen? Oder, ob es tatsächlich notwendig sei, den Sky Vertrag über 40.- € weiterhin aufrecht zu halten? Dazu gesellten sich noch diverse Kleinigkeiten und addierten sich zur vorgenannten Summe. Er bat uns, die bestehenden Verträge zu prüfen und so schnell als möglich zu kündigen. Zudem ergänzte er, dass wir unseren Lebensstil der aktuellen Situation anpassen müssten. Urlaub oder permanentes Auswärtsessen seien nun nicht mehr angebracht.

Die Umsetzung

Nach dieser kompetenten Beratung begannen wir nun damit, die Angelegenheit auch in die Tat umzusetzen. Neben den fristgerechten Kündigungen veränderten wir auch unseren Lebensstil. Bereits in den ersten Monaten erreichten wir dadurch ein hohes Maß an Einsparpotential. Dieses frei gewordene Kapital setzten wir dann sinnvoll für die Finanzierung unseres Hauses ein. Nach etwa einem Jahr hatten wir uns wieder erholt. Ich erhielt eine feste Anstellung, so dass wir zunächst auch weitere Planungssicherheit hatten. Dennoch haben wir unsere Einstellung grundlegend verändert. Unnötige Ausgaben wie Bezahlfernsehen oder überhöhte Handykosten wurden seit dem vermieden. Ich muss sagen, dass ich begeistert und dankbar zugleich bin, einen solch fähigen Mann als Berater bekommen zu haben. Aber dieses denkt man immer erst dann, wenn die finanzielle Situation extrem ausweglos erscheint. Doch dazu muss es nicht zwangsläufig kommen. Ein rechtzeitiger Besuch an der richtigen Stelle ist hilfreich. Einfach nur genial.

Ein Gedanke zu „Die Finanzen sind geregelt – Dank der Verbraucherzentrale“

  1. Es ist schon kurios. Es muss uns erst jemand (wie bei Euch die Verbraucherzentrale) darauf stoßen, dass mann bei einem finanziellen Engpass unnötige Ausgaben vermeidet. Eigentlich ist es doch so einfach, man müsste es nur tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CAPTCHA *