Die Wiederentdeckung vom Spiel Monkey Island

Monkey Island
Monkey Island
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Ich spiele für mein Leben gern, insbesondere wenn hierbei getüftelt, ausprobiert oder kombiniert werden muss, um ans Ziel zu gelangen. Es gibt zahlreiche Spiele, die meinen Anforderungen entsprechen, doch vor einiger Zeit wurde ich durch einen Online Artikel wieder einmal auf das gute, alte Monkey Island aufmerksam. Dieses Spiel hat mich bereits vor Jahren fasziniert, auch wenn es in der heutigen Spielegeneration eher als verstaubt und antiquiert anzusehen ist. Action ist hier nicht im eigentlichen Sinne vorhanden. Dafür muss man aber sehr genau auf die Unterhaltungen der Hauptdarsteller achten, Gegenstände und Tools einsammeln, die nutzen oder miteinander kombinieren, um erfolgreich zu sein. Für mich bedeutet diese Art des Spielens noch immer eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung. Seit der Wiederentdeckung von Monkey Island nutze ich das Spiel in jeder freien Minute, da es mich auf eine gewisse Art und Weise fasziniert. Mittlerweile hat auch meine Frau ein Riesenvergnügen daran gefunden und ihre Kombinationsgabe auf den Prüfstand gestellt.

Eine virtuelle Piratenwelt

Monkey Island spielt in einer virtuellen Piratenwelt. Fünf Editionen sind bislang erschienen, in denen der Held aller Abenteuer, Guybrush Threapwood, zahlreiche Abenteuer erlebt. Guybrush ist, wie die meisten Figuren, ein Pirat oder zu Anfang ein Piratenanwärter. Er ist sehr von sich eingenommen, glänzt aber oftmals mit Ahnungslosigkeit und coolen Sprüchen. In verschiedenen Events rettet er zum einen die Welt vor LeChuck, einem untoten Geisterpirat, seinem ärgsten Widersacher, oder aber er kämpft gegen einen Voodoo Fluch. LeChuck ist in allen fünf Teilen allgegenwärtig. Mal in Geistergestalt, mal als Zombie und Dämon. In Teil vier nimmt er wieder eine menschliche Gestalt an und rettet Guybrush vor dem Galgen. Doch das Ziel von Le Chuck ist, Guybrush Elaine abspenstig zu machen. Elaine ist ebenfalls in allen fünf Teilen eine der Hauptfiguren und ab dem dritten Teil die Frau von Guybrush.

Die schwierigen Aufgaben

Egal was Guybrush zu erledigen hat, er muss dazu jede Menge nützliche Dinge einsammeln, die er an anderer Stelle einsetzen wird und witzige Abenteuer in der Karibik überstehen. Zudem sind die verschiedenen Tools und scheinbar unnützen Gegenstände auch zu kombinieren und an anderer Stelle vereint einzusetzen. So kommt der Hauptdarsteller in jeder Edition seinen Zielen näher.
Alle fünf Spiele finden auf fiktiven Inseln in der Karibik statt, wobei die Aktionen der Darsteller als völlig gewaltfrei zu umschreiben sind. Beispielsweise muss Guybrush ein so genanntes Beleidigungsfechten durchführen. Hier wird nun nicht mit scharfer Klinge, sondern vielmehr mit scharfer Zunge gefochten. Erst wenn mein Held die passende Beleidigung ausgewählt und seinen Gegner damit konfrontiert hat, wird das Spiel fortgesetzt. Dazu stehen dem Möchtegernpiraten verschiedene Optionen zur Verfügung. Diese erscheinen im unteren Bildrand und Guybrush muss eine davon auswählen.

Großer Spaßfaktor

Die witzigen Dialoge und die Bewältigung der kniffligen Aufgaben bieten mir einen enormen Spaßfaktor. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug. Eine gute Grafik sowie eine leichte Steuerung der Figur Guybrush sorgen für einen angenehmen Spielverlauf. Häufig werden auch so genannte „Running Gags“ verwendet, die jedoch keineswegs durch ihre Wiederholung als langweilig angesehen werden. Auch die Anspielungen auf die Indiana Jones Filmreihe kommen als Gag gut an. Alles in allem ist das Spiel eine Freizeitbeschäftigung nach meinen Wünschen, an der ich mich ergötzen kann.

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