Flossfahrt auf der Isar – eine Mordsgaudi

Floßfahrt auf der Isar
Floßfahrt auf der Isar
© Christa Eder – Fotolia.com
In diesem Jahr wollten wir mit unserem Fußball Club mal eine etwas andere und außergewöhnliche Abschlussfahrt unternehmen. Gehörten wir in der Vergangenheit im Grunde beinahe immer zum „lebenden Inventar“ von El Arenal und seinem „Ballermann“, so entschlossen wir uns nach einer durchaus erfolgreichen Saison zu einem spektakulären Event. Wir buchten eine Flossfahrt auf der Isar mit Allem, was dazugehört. Die gesamt Mannschaft zeigte sich begeistert und schloss sich in voller Stärke dem Unternehmen an. Entspannt reisten wir mit dem Zug nach Wolfratshausen an. Von dort sollte uns die Tour dann nach München führen.

Der Event beginnt

Wie es sich gehört, trugen wir beim „Einchecken“ an der Marienbrücke in Wolfratshausen unsere Vereinsfarben. Wir hatten das ganze Floß für uns alleine. Natürlich war noch der ortskundige „Kapitän“ und „Lotse“ mit an Bord, der uns sich durch die Stromschnellen der Isar schippern sollte. Die musikalischen aus unserem Team hatten Klampfe, Akkordeon und Mundharmonika dabei und sorgten bereits beim Ablegen für ordentliche und lautstarke Stimmung. Mit im Preis inbegriffen war eine umfangreiche Ausstattung, die auf der Fahrt für unser leibliches Wohl sorgen würde. Dazu gehörte zum Beispiel:

  • Bayrische Brotzeit
  • Fassfrisches Augustiner Bräu
  • Ein 0,5 Liter-Floßbierkrug als Andenken für jeden
  • zur Mittagszeit Grillgaudi auf dem Floß
  • eine bayrische Musikkapelle

Die bayrischen Jungs aus der Kapelle spielten dann während der Fahrt gemeinsam mit unseren hochtalentierten Künstlern auf, so dass wir auch hier bestens versorgt waren. Zuvor hatten wir einige zusätzliche Buchungen wie die Bedienung an Bord, ein professionell gedrehtes Video des Events für die Nachwelt und natürlich die unverzichtbaren Flößerkappen zur Erinnerung vorgenommen, die allerdings zusätzlich bezahlt werden mussten.

Die Route führt durch umwerfende Naturgebiete

Die Route führte uns durch eine bezaubernd anmutende natürliche Region. Das Naturschutzgebiet Pupplinger Au war das erste Highlight, das wir von der Isarsicht genießen konnten. Vorbei am Isarspitz gelangten wir nun in ruhigeres Fahrwasser, dass einige von uns zu einem Sprung in den recht angenehm temperierten Fluss ausnutzten. Da das Floß jedoch nicht einfach mal so stoppte, mussten sie sich doch ein wenig beeilen, um wieder an Bord zu gelangen.
Vorbei an historischen Klöstern und imposanten Burgen legten wir zur Mittagszeit in Straßlach an, um uns an einer knusprig gegrillten Schweinshaxe zu erfreuen. Zwischendurch wurden wir mit dem köstlichen Augustiner Bräu versorgt, während die Kapelle immer wieder die richtigen Lieder aufspielte, um eine begeisternde Stimmung zu erzeugen.

Alle Mann festhalten – die Floßrutsche

Nach der Stärkung ging es dann weiter in Richtung der größten Floßrutsche Europas. Mit atemberaubender Geschwindigkeit, jedenfalls haben wir das in diesem Moment so empfunden, schoss unser Floß durch die Schnellen hinab und landete etwas unsanft. Doch trotz der zahlreichen Bierchen und des soeben eingenommenen Mittagmahls kamen wir einigermaßen unbeschädigt davon. Doch damit nicht genug. Kurz darauf steuerte unser Fährmann das Floß durch die nächste Rutsche in Großhesselohe, wobei wir einen Unterschied von 11 Höhenmetern zu überwinden hatten. Ein absolut beeindruckendes Feeling. Soeben wieder in sicherem Fahrwasser angekommen, bestaunten wir eine imposante Eisenbahnbrücke über uns, die Mitte des 19. Jahrhunderts zu eine der größten ihrer Art zählte.

Nach etwa sechs Stunden mit einer tollen Atmosphäre und einem unglaublichen Spaß endete unser Event nun in München Thalkirchen. Dort resümierten wir, dass dieses Erlebnis uns sicherlich langfristig und nachhaltig in Erinnerung bleiben wird und beschlossen, dieses Abenteuer auch im folgenden Jahr erleben zu wollen.

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