Moderne Technik im Kampf gegen das Verbrechen

Ich selbst bin keine begnadeter Techniker und muss daher die meisten Sachen von Fachleuten erledigen lassen. Doch ich kann mich sehr wohl für technische Angelegenheiten begeistern. Insbesondere fasziniert mich die Kriminaltechnik, die mit ihren wissenschaftlichen Methoden immer schneller voranschreitet und im Kampf gegen das Verbrechen erfolgreich Anwendung findet. Denn ohne die aktuelle und moderne Technik würde letztlich das Böse oftmals die Oberhand behalten und letztlich den Bürgern unseres Landes einen enormen Schaden zufügen.
Die technische Sicherung von Spuren hilft der Polizei, beweiskräftige Fakten zu finden, die geeignet sind, Täter zu überführen, dingfest zu machen und ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Es bestehen die unterschiedlichsten Optionen, die Technik erfolgreich einzusetzen.
Waren es in der Vergangenheit zumeist Daktyloskopen, Techniker, die Fingerspuren auswerten, die die Täter überführten, so stehen heutzutage erheblich mehr technische Anwendungen zur Verfügung. Dazu zählen die Auswertungen und Analysen von DNA Spuren, Methoden zur Spracherkennung, Urkundenuntersuchungen oder beispielsweise auch die aktuelle Fototechnik.

Ein Erpresser wird entlarvt

Durch den Einsatz der unterschiedlichsten hochtechnologischen Geräte ist die Polizei in der Lage, Stimmenanalysen durchzuführen, die Analyse von Hintergrundgeräuschen und Stimmengegenüberstellungen vorzunehmen und auch die Tonqualität selbst bei extrem gestörten Telefonaufzeichnungen zu optimieren.
Dieses alles führte dazu, einen Erpresser, der einen bekannten Discounter bedroht hatte, dingfest zu machen. Die aufgezeichneten Erpresseranrufe wurden in den Medien abgespielt, wodurch sich dann Zeugen meldeten, die einen Verdächtigen benennen konnten. Dieser leugnete natürlich, die Tat begangen zu haben. Eine Stimmenanalyse sowie die herausgefilterten Hintergrundgeräusche ergaben jedoch, dass genau dieser Verdächtige die Anrufe mit dem Ziel der Erpressung begangen hatte. Er hatte von einer Telefonzelle in der Nähe eines Kirchturms angerufen, wobei exakt der Glockenschlag identisch war mit denen auf der Telefonaufzeichnung. Das Stimmerkennungsverfahren ergab zudem, dass nur diese Person die Anrufe vorgenommen haben konnte. Jedes Leugnen war nun zwecklos. Dieses technische Verfahren wird aber auch dazu verwandt, um Anrufer, die aus sexuellem Hintergrund beleidigen oder bedrohen, sowie auch lästige Stalker erfolgreich zu entlarven.

Ein Mörder wird durch Schmauchspuren gefasst

Auch im Bereich der Schusswaffen dienen Technik und Wissenschaft zu zahlreichen Aufklärungen. Wie im Falle des Mannes, der einen Mord mittels einer Schusswaffe begangen hatte. Das Opfer war eine Frau, die offenbar seine Liebe nicht erwidert hatte und dafür mit ihrem Leben bezahlen musste. Über das Umfeld der Frau wurde zunächst kaum etwas bekannt. Somit musste akribische Kleinstarbeit zum Ziel führen. Die Polizei ist aufgrund der aktuellen Technik in der Lage, beispielsweise die Entfernung bei der Schussabgabe sowie auch die Schusshand zu bestimmen. In diesem Falle war der Schütze ein Linkshänder. Eine äußerst wichtige Erkenntnis. Denn dadurch konnte die Zahl der Verdächtigen bereits zu Beginn stark eingeschränkt werden. Etwa zwei Wochen nach der Tat wurde ein Verdächtiger ermittelt, der natürlich alles abgestritten hatte. Doch er hatte offenbar nicht mit den technischen Möglichkeiten gerechnet. Mittels eine so genannten Röntgenflouressenzanlayse konnten kleinste Schmauchpartikel (1/1000 mm) sichtbar gemacht und analysiert werden, die sich auch noch zwei Wochen nach der Tat an der Schusshand des Tatverdächtigen befunden haben.
Ohne diese beigeisternden technischen Möglichkeiten würden nun viele Verbrechen niemals aufgeklärt und die Taten blieben ungesühnt.

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