In Oberstdorf zur Sportkur

Sportkur Oberstdorf
Sportkur Oberstdorf
© Andreas P – Fotolia.com
Als Arbeitnehmer ist man gerade im Wechseldienst außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt. Die ewigen Wechsel gehen nachweislich an die körperliche Substanz, auch wenn man so wie bereits 25 Jahre diesen Schichtdienst ausübt. So richtig kann man sich daran nicht gewöhnen. Das haben dann Mediziner und auch mein Arbeitgeber erkannt. Als Folge daraus ermöglichten sie mir und auch anderen Kollegen, bei einem vierwöchigen Aufenthalt in Oberstdorf an einer Sportkur teilzunehmen. Ich hatte dann auch noch das Glück, dass ich im Wonnemonat Mai in den Allgäuer Alpen meinen Aufenthalt genießen konnte.

Die Klinik liegt inmitten der Berge

In malerischer Lage befand sich die Klinik, in der man mich vier Wochen lang wieder fit für den Arbeitsalltag machen würde. Inmitten der Berge gelegen genossen wir hier ein bezauberndes Panorama auf den im Tal liegenden Ort Oberstdorf. Die Begrüßung erfolgte durch ein fünfköpfiges Ärzteteam, mehreren Physiotherapeuten, vier Sportlehrern sowie einer Ernährungsberaterin. Der Chefarzt des Ensembles wies alle sofort darauf hin, dass wir ja im Grunde nicht wirklich krank seien. Vielmehr würde uns hier durch die richtige Ernährung, den täglichen Sport sowie die medizinischen Checks die Möglichkeit gegeben, wieder Kraft für den Arbeitsalltag zu finden. Zudem seien wir nach dem Ende der Sportkur sicherlich in der Lage, einiges davon auch in der Heimat fortzuführen.

Das Sportangebot

Wir erhielten im Anschluss zunächst einmal eine Art Wochenplan. Dieser enthielt die unterschiedlichen Pflichtprogramme, an denen wir teilzunehmen hatten. Alles natürlich auf sportlicher Basis. Dazu gesellte sich eine Tageswanderung, die ca. acht Stunden andauern würde. Das sportliche Programm war umfangreich und hörte sich auch recht moderat an, wie zum Beispiel:

  • Jeden Morgen 30 Minuten Joggen oder 45 Minuten Walken
  • Zwei Mal in der Woche schwimmen
  • Tägliche Gymnastik
  • Ballsportarten wie Tennis, Fußball, Volleyball etc.
  • Kraft- und Ausdauertraining täglich

Ich kam mir nun beinahe wie in einem Trainingslager von Leistungssportlern vor, denn das gesamte Paket von Betreuern, Ärzten und dem umfangreichen Sportangebot hatte ich so nicht erwartet.

Die gesunde Ernährung

Mir war durchaus klar, dass ich mich aufgrund meines Schichtdienstes nicht sonderlich gesund ernähren würde. Zu viel Kaffee, zu viel Fastfood und leider auch zu viele Zigaretten. Nun trat unsere Ernährungsberaterin auf den Plan. Sie hatte von allen Anwesenden die Basisdaten wie Gewicht, Blutwerte und Blutdruck. Als ich dann an der Reihe war, sagte sie mir auf den Kopf zu, dass ich in den vier Wochen Reduktionskost erhalten würde. Denn ich würde etwa 10 Kilogramm zu viel mit mir herumtragen. Durch die regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung würde das dann wohl mit dem Abnehmen funktionieren.

Der tägliche Ablauf

Zu Anfang tat ich mich schon ein wenige schwer, denn das Sportprogramm war schon recht gestrafft. Aber ich merkte, dass ich mich Tat für Tag steigern konnte. Verspürte ich zu Beginn beim Laufen noch Seitenstiche, so verschwanden diese nach der ersten Woche. Auch der Medizincheck fiel Woche für Woche positiver aus. Mein Lungenvolumen hatte sich verbessert, die Pulsfrequenz erhöht und ich benötigte weniger Zeit, um mich zu regenerieren. Ich war echt begeistert.

Der Erfolg stellte sich ein

Nach Abschluss der vier Wochen in Oberstdorf erfolgte dann der große Check beim Chefarzt. Er attestierte mir, dass ich 12 Kilogramm leichter als zu Beginn war und dass sich meine allgemeine Physis ungemein verbessert habe. Zudem hatte ich es geschafft, während meiner Zeit keine einzige Zigarette zu rauchen. Ich war doch ein wenig stolz auf mich.
Alles in allem muss ich anerkennen, dass mir diese Sportkur unglaublich viel gebracht hat. Mit ein wenig Selbstdisziplin werde ich mich auch zuhause nun ein wenig umstellen und mich täglich bewegen. Ein echt sinnvoller und begeisternder Aufenthalt.

3 Gedanken zu „In Oberstdorf zur Sportkur“

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